Säulengrill – Effizientes Grillen durch den Kamineffekt
Konstruktion und Funktionsprinzip des Säulengrills
Der Säulengrill zeichnet sich durch seine aufrechte, zylindrische Bauweise aus, die den physikalischen Kamineffekt zur Belüftung nutzt. Die Holzkohle wird in einem perforierten Einsatz innerhalb der Säule entzündet. Durch die vertikale Anordnung strömt Luft von unten nach oben durch die Kohle und beschleunigt die Durchglutung erheblich. Was bei einem konventionellen Grill zwanzig bis dreißig Minuten dauert, gelingt beim Säulengrill in etwa zehn Minuten.
Nach dem Durchglühen wird die Kohle in den unteren Bereich des Säulengrills gekippt oder fällt durch ein Klappmechanismus auf den Kohlerost. Der Grillrost befindet sich oberhalb auf der Säule. Die schlanke, hohe Konstruktion nimmt wenig Stellfläche ein und eignet sich dadurch für kleine Gärten, Balkone und Campingplätze. Typische Säulengrills haben einen Durchmesser von 30 bis 45 Zentimetern.
Säulengrill – Der Kamineffekt im Detail
Der Kamineffekt entsteht durch den Temperaturunterschied zwischen der heißen Luft im Inneren der Säule und der kühleren Außenluft. Warme Luft steigt auf und erzeugt einen Unterdruck am unteren Ende, der frische Luft nachzieht. Dieser natürliche Luftzug versorgt die Kohle mit Sauerstoff und steigert die Verbrennungstemperatur. Je höher die Säule, desto stärker der Zugeffekt. Der Säulengrill benötigt daher keine mechanische Belüftung oder chemische Anzündhilfen.
Grillergebnis und Einsatzbereiche
Durch die konzentrierte Hitze direkt unter dem Rost erreicht der Säulengrill hohe Temperaturen, die für scharfes Anbraten von Steaks und Kurzgebratenem ideal sind. Die Grillfläche ist bauartbedingt kleiner als bei Kugelgrills vergleichbarer Preisklasse. Für zwei bis vier Personen reicht sie in der Regel aus. Indirektes Grillen ist beim Säulengrill nur eingeschränkt möglich, da die Hitzequelle zentral unter dem gesamten Rost liegt.
Der Säulengrill eignet sich besonders für spontane Grillsessions, bei denen die kurze Vorbereitungszeit von Vorteil ist. Auch als Zweitgrill neben einem größeren Hauptgrill hat er seine Berechtigung – etwa als schnelle Wärmequelle für Nachschub, während auf dem Kugelgrill indirekt gegart wird. Durch sein geringes Gewicht und die kompakte Form ist der Säulengrill zudem ein geeigneter Begleiter für Ausflüge und Veranstaltungen im Freien.
Pflege und Lebensdauer
Die Reinigung des Säulengrills beschränkt sich auf das Entleeren der Asche und das Abbürsten des Grillrosts. Die emaillierte oder pulverbeschichtete Oberfläche der Säule sollte vor Feuchtigkeit geschützt werden, um Rostbildung zu vermeiden. Konstruktionsbedingt sind Säulengrills weniger anfällig für Fettablagerungen, da überschüssiges Fett direkt in die Glut tropft und verbrennt. Eine Abdeckhaube empfiehlt sich für die Lagerung im Freien.