Plankengrillen – Aromatisches Garen auf Holzbrettern

Herkunft und Funktionsweise des Plankengrillens

Plankengrillen – Traditionelle Wurzeln und modernes Revival

Das Plankengrillen hat seinen Ursprung bei den indigenen Völkern des pazifischen Nordwestens Nordamerikas, die Lachs an Holzbrettern befestigt über offenem Feuer garten. Die Methode wurde in den vergangenen zwei Jahrzehnten von der internationalen Grillszene wiederentdeckt und weiterentwickelt. Beim Plankengrillen wird das Grillgut auf ein zuvor gewässertes Holzbrett gelegt und indirekt im geschlossenen Grill gegart.

Das Funktionsprinzip des Plankengrillens basiert auf mehreren gleichzeitig ablaufenden Prozessen. Das eingeweichte Holz gibt Feuchtigkeit ab, die das Grillgut vor dem Austrocknen schützt. Gleichzeitig setzt die Planke beim Erhitzen aromatische Verbindungen frei, die in das Lebensmittel übergehen. Die Planke wirkt zudem als Hitzepuffer zwischen der direkten Strahlungswärme und dem empfindlichen Grillgut, wodurch ein besonders schonendes Garen ermöglicht wird.

Holzarten und ihre Eigenschaften

Für das Plankengrillen werden hauptsächlich Zedernholz, Erlenholz, Hickory und Ahornholz verwendet. Zedernholzplanken erzeugen das bekannteste Aroma mit süßlichen, harzigen Noten und eignen sich besonders für Fisch und Meeresfrüchte. Erlenholz liefert mildere Rauchnoten, die Geflügel und Gemüse ergänzen, ohne den Eigengeschmack zu überdecken. Planken sollten unbehandelt und frei von Lacken oder Klebstoffen sein.

Praktische Anwendung des Plankengrillens

Vorbereitung und Durchführung

Vor dem Plankengrillen muss die Holzplanke mindestens eine Stunde, idealerweise zwei bis vier Stunden, in Wasser eingeweicht werden. Das Wässern verhindert ein zu schnelles Entzünden der Planke auf dem Grill. Die Planke wird anschließend auf den vorgeheizten Grill gelegt und einige Minuten erhitzt, bis sie leicht zu rauchen beginnt. Dann wird das gewürzte oder marinierte Grillgut auf die Planke gelegt und der Deckel geschlossen.

Die Gartemperatur beim Plankengrillen liegt üblicherweise zwischen 175 und 200 Grad Celsius. Ein Lachsfilet benötigt etwa 15 bis 25 Minuten, bis es durchgegart ist. Während des gesamten Garvorgangs bleibt der Deckel geschlossen, um den aromatischen Rauch im Grill zu halten. Eine Sprühflasche mit Wasser sollte griffbereit sein, falls die Plankenränder Flammen fangen.

Vielseitige Einsatzmöglichkeiten

Neben dem klassischen Plankenlachs eignet sich das Plankengrillen für zahlreiche weitere Zubereitungen. Camembert, Brie oder andere Weichkäse lassen sich auf der Planke schmelzen und mit Honig oder Nüssen verfeinern. Gemüse wie Spargel, Tomaten oder gefüllte Pilze profitiert ebenfalls vom milden Raucharoma. Auch Desserts wie Obst mit Zimt und Zucker gelingen auf der Grillplanke und erweitern das Repertoire des Plankengrillens über den reinen Fischbereich hinaus.

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