Grillplatte – Geschlossene Grillfläche für vielseitiges Braten
Typen und Materialien von Grillplatten
Die Grillplatte ist eine massive, geschlossene Grillfläche, die anstelle oder zusätzlich zum Grillrost eingesetzt wird. Im Unterschied zum perforierten Rost bietet die Platte eine durchgängige Kontaktfläche, auf der auch flüssige oder sehr kleine Lebensmittel zubereitet werden können. Grillplatten werden aus Gusseisen, Stahl, Edelstahl oder Naturstein gefertigt, wobei jedes Material spezifische Gareigenschaften mitbringt.
Gusseiserne Grillplatten sind die am weitesten verbreitete Variante. Sie speichern Wärme hervorragend und geben sie gleichmäßig an das Grillgut ab. Das Gewicht einer gusseisernen Platte liegt je nach Größe zwischen drei und zehn Kilogramm. Stahlplatten sind leichter und heizen schneller auf, speichern die Wärme aber kürzer. Steinplatten aus Speckstein oder Lavagestein erreichen ebenfalls eine gleichmäßige Hitzeverteilung und eignen sich besonders für schonendes Garen bei niedrigeren Temperaturen.
Grillplatte – Glatte und gerillte Oberflächen
Viele Grillplatten verfügen über eine zweigeteilte Oberfläche: Eine Hälfte ist glatt, die andere mit erhöhten Rillen versehen. Die glatte Seite eignet sich für Eier, Meeresfrüchte, Gemüsescheiben und Teigwaren. Die gerillte Seite erzeugt Grillstreifen und leitet Fett in die Kanäle ab, was für Fleisch und Fisch die bevorzugte Wahl ist. Diese Kombination macht die Grillplatte zu einem flexiblen Werkzeug mit breitem Einsatzspektrum.
Einsatz und Wärmemanagement
Das richtige Aufheizen einer Grillplatte erfordert Geduld. Gusseisen muss langsam und gleichmäßig erwärmt werden, um thermische Spannungen und damit Rissbildung zu vermeiden. Idealerweise wird die Platte bei geschlossenem Deckel über etwa zehn Minuten auf Betriebstemperatur gebracht. Ein Tropfentest zeigt die Bereitschaft an: Ein Wassertropfen sollte sofort verdampfen und über die Oberfläche tanzen.
Die geschlossene Fläche der Grillplatte führt dazu, dass austretende Flüssigkeiten nicht auf die Kohle tropfen, sondern auf der Platte verbleiben. Dies hat Vor- und Nachteile: Einerseits wird Fettbrandrauch vermieden, andererseits kann sich Flüssigkeit ansammeln und das Grillgut eher dünsten als braten. Ein leichtes Gefälle der Grillplatte oder eine integrierte Fettrinne leiten überschüssige Flüssigkeit ab und erhalten die Brateigenschaften.
Einbrennen und Wartung
Neue Grillplatten aus Gusseisen müssen vor der ersten Nutzung eingebrannt werden. Dazu wird die Platte dünn mit einem Pflanzenöl mit hohem Rauchpunkt eingerieben und bei maximaler Temperatur erhitzt, bis das Öl polymerisiert. Dieser Vorgang wird zwei- bis dreimal wiederholt und erzeugt eine natürliche Antihaftschicht. Nach jedem Gebrauch wird die Platte im warmen Zustand mit einem Spachtel gereinigt und erneut dünn eingeölt. Spülmittel und Wasser sollten bei Gusseisen vermieden werden, da sie die Patina zerstören.